Schloss Babelsberg

Seite 3 der Potsdam – Bilder

„Schloss Babelsberg“
Öl auf Hartfaserplatte, 2000, 50cm x 65cm

Das Schloss Babelsberg

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Es wurde für den zweitältesten Sohn des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. (1770, 1797 – 1840) Prinz Wilhelm (1797- 1888) und dessen Ehefrau Prinzessin Augusta von Sachsen, Weimar, Eisenach (1811- 1890) gebaut und hat ihnen 50 Jahre als Sommersitz gedient. Das hat seinen Grund wohl darin , dass es als Märchenschloss in mittelalterlicher Romantik von Ihnen erdacht und gewünscht wurde als ihre Liebe noch jung war und der Zufall es wollte, dass der geniale Baumeister Karl Friedrich Schinkel (1781- 1841) zur Verfügung stand, um die Baupläne im Tudorstil zu erarbeiten. Die zukünftige Hausherrin Augusta nahm daran regen Anteil, so dass man versucht ist, so manches Türmchen oder manche Zinne ihrem Wollen zuzusprechen, obwohl der alte Meister den neugotischen Stil ohnehin sehr eigenwillig umsetzte. Nachdem der Vater 1833 Prinz Wilhelm das umliegende Gelände, 72 ha, als Erbpachtland überschrieb, begann der preußische Hofgärtner Peter Joseph Lenné (1789 – 1866) mit der Planung für einen Park, ließ Wege anlegen und Bäume pflanzen.
1834 war die Grundsteinlegung und bis Oktober 1835 errichtete man den östlichen Flügel des Schinkelentwurfs unter der Leitung Ludwig Persius (1803 –1845).
Fertiggestellt wurde das Schloss dann 1844 –1849 von Johann Heinrich Strack (1805-1880). Entstanden war ein in der Kunstgeschichte einmaliges Bauwerk aus gelbem Backstein, mit einem asymmetrischen Grundriss in einer vielgliedrig gestaffelten Anlage mit unterschiedlich hohen und dicken Türmen, Terrassen, Häusern mit romantischen Fenstern, Erkern und Zinnen.
Es war die Geburt eines Schlosses, das bis in die heutige Zeit die Geheimnisse erlebter Geschichte in sich trägt, wie kein zweites.
Fast jeden Sommer verbrachte Prinz Wilhelm auch als preußischer König nach 1861 und ab 1871 als deutscher Kaiser Wilhelm I. hier in Babelsberg.
Augustas Arbeitszimmer hatte ein großes Fenster, das sie mit der Natur um das Schloss herum verband und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die eigenen Gartenideen mit der Gartenkunst Lennés kreuzten, der ja die Gestaltung der ganzen Potsdamer Insellandschaft zum Ziel hatte. Sie gab dem berühmten Hofgärtner aber den Laufpass und gewann den Fürsten Hermann von Pückler- Muskau (1785 – 1871 ) für die weitere Gestaltung des Parks, wobei sie ihm größere finanzielle Mittel und absolute Planungshoheit zusicherte.
In den Jahren 1844 bis 1849 erweiterte er den Park in westlicher Richtung und zwischen 1861 bis 1871 auch nach Süden.
Seinem Wirken ist es zu verdanken, dass der Babelsberger Park so reich an Buchen und Eichen ist, so dass man noch heute stellenweise denken kann, in einem dichten, urwüchsigen Wald zu stehen, statt in einem Park.

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